Die Chinesische Nationale Erdölgesellschaft (CNPC) bereitet den Start der Arbeiten an Phase Vier des riesigen turkmenischen Gasfeldes „Galkynyş“ vor.

Laut offiziellen Angaben wird die neue Phase nach Erreichen der vollen Kapazität jährlich rund 30 Milliarden Kubikmeter (bcm) Erdgas fördern. Die Finanzierung des Projekts wird vollständig von Turkmenistan übernommen.
Aschgabat hat bislang nicht bekannt gegeben, über welche Route das Gas aus Phase Vier exportiert werden soll. Im Regierungsbericht heißt es, dass China derzeit der „größte Abnehmer“ turkmenischen Erdgases sei und jährlich etwa 40 bcm importiere.
Im Bericht wird außerdem betont:
„Die Diversifizierung der Exportwege bleibt der Grundpfeiler der turkmenischen Gaspolitik.“
In diesem Zusammenhang wird auch die TAPI-Pipeline — Turkmenistan–Afghanistan–Pakistan–Indien — erwähnt, deren geplante Jahreskapazität 33 bcm beträgt. Der Bau in Afghanistan schreitet jedoch nur langsam voran.
In den vergangenen Monaten haben turkmenische Beamte zudem verstärkt Interesse am lang geplanten Transkaspischen Pipelineprojekt gezeigt, das umfangreiche Gasexporte in die Europäische Union ermöglichen könnte. Die EU-Länder verbrauchten im Jahr 2025 insgesamt rund 320 bcm Gas.
In der offiziellen Mitteilung heißt es:
„Die erfolgreiche schrittweise Erschließung dieses gigantischen Feldes ermöglicht es Turkmenistan, eine zuverlässige Versorgung mit Erdgas sowohl im Inland als auch auf internationalen Märkten sicherzustellen.“
Das Gasfeld „Galkynyş“ umfasst sieben Entwicklungsphasen. Derzeit ist nur Phase Eins — ebenfalls von CNPC entwickelt — vollständig in Betrieb und produziert jährlich etwa 30 bcm.
Verhandlungen über Phase Zwei und Drei laufen weiterhin mit CNPC und der Nationalen Ölgesellschaft Abu-Dhabis.
Gesamtreserven: 27,4 Billionen Kubikmeter
Unabhängige Analysten schätzen, dass das Gasfeld „Galkynyş“ zusammen mit den nahegelegenen Feldern Garakol und Yashlar rund 27,4 Billionen Kubikmeter Erdgas enthält — genug, um jahrzehntelang jährliche Exporte von 200 bcm zu ermöglichen.