Der seit zehn Jahren andauernde bewaffnete Konflikt im Jemen führt weiterhin zu schweren sozialen Folgen. Nach Angaben von UNICEF und anderen internationalen Organisationen wurden in diesem Zeitraum 4,5 Millionen Kinder der Möglichkeit beraubt, eine Schule zu besuchen. Diese Zahl gilt als eines der alarmierendsten Zeichen für die Zukunft des Landes.

Neue Chancen dank internationaler Unterstützung
Dank Projekten, die vom Global Partnership for Education (GPE), Save the Children, UNICEF Jemen, dem Welternährungsprogramm (WFP) und der Nahost- und Nordafrika-Abteilung der Weltbank umgesetzt werden, haben mehrere Schulen im Bezirk Ash Shamayatayn im Jemen ihre Arbeit wieder aufgenommen.
Diese Schulen nehmen heute auf:
- Kinder, die gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen,
- Schülerinnen und Schüler, die lange Zeit außerhalb des Bildungssystems geblieben sind.
Durch die gemeinsamen Bemühungen internationaler Organisationen werden Schulen wiederaufgebaut, Lehrkräfte ausgebildet und ein sicheres Lernumfeld geschaffen.

Den Kindern eine Zukunft sichern — eine zentrale Aufgabe
Trotz der anhaltenden Krise im Land geben die Maßnahmen zur Unterstützung des Bildungssystems Tausenden von Familien Hoffnung. Experten betonen, dass die Rückkehr der Kinder in die Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein wichtiger Schritt zu psychologischer Unterstützung, Sicherheit und einer stabileren Zukunft ist.
Die Projekte im Bezirk Ash Shamayatayn sind Teil einer groß angelegten internationalen Hilfe, die auf die Wiederherstellung des Bildungssystems im Jemen abzielt.